Willkommen in der Show! Nein, wir sind nicht im falschen Review gelandet; der Aufhänger bei Split/Second Velocity ist tatsächlich eine TV-Sendung, die Autorennen mit jeder Menge Action verspricht. Ob die Quoten stimmen, analysieren wir im folgenden Text.
Gleich nach dem Einlegen der DVD kann die Karriere begonnen werden. Dies ist ratsam, denn in der ersten „Mission“ wird die Steuerung und das ganze Drumherum erklärt. Den „schriftlichen Teil“ haben wir demnach bestanden, doch wichtig ist bekanntermaßen, was auf dem Platz – ’tschuldigung, auf der Strecke geschieht. Dabei fällt auf, dass die Steuerung, wie es sich für einen ordentlichen Arcade-Racer gehört, sehr einfach gehalten ist und schnell in Fleisch und Blut übergeht. Gas, Bremse und Lenkung ist dort, wo man dies erwarten würde, nämlich auf den beiden Analog-Schultertasten sowie auf dem linken Analogstick. Eine Handbremse gibt es jedoch nicht, genau wie einen Turbo-Knopf. Dafür gibt es Drifts, die die Energie aufladen und Powerplays ermöglichen, doch dazu später mehr.
Nachdem das
Tutorial abgeschlossen ist, kann es schon losgehen mit der ersten Sendung. Wie
aus echten TV-Spektakeln bekannt, teasert ein kurzer Film an, was die
„Zuschauer“ in der kommenden Folge erwartet. Dabei werden kurze Ausschnitte der
Strecken gezeigt, bei denen einiges in die Luft fliegt. Viel mehr zu hören gibt
es aus dem Off nun nicht mehr, denn der wortkarge Moderator wird sich innerhalb
der Rennen zurückhalten. Insgesamt gilt es 12 Folgen zu bestreiten, die eine
Staffel bilden. In einer Sendung gibt es sechs Rennen, darunter vier „normale“,
ein Bonus- und ein Elite-Rennen. Das Bonus-Rennen muss freigeschaltet werden,
indem man eine vorher definierte Anzahl an Gegnern mittels Powerplay
eliminiert. Elite-Rennen dienen der Meisterschaft. Je nach Qualifizierung
bekommt der Spieler Punkte. Daneben dienen diese Events der Qualifikation für
die nächste Sendung.
Wer einfach nur Bock hat, eine Runde zu drehen, kann mittels „Schnellem Spiel“
die bereits freigeschalteten Strecken und Wagen noch einmal Revue passieren
lassen.
Die Strecken in Split/Second Velocity sind allesamt komplett zerstörbar. Dies ist dem Rennkonzept geschuldet, denn mittels Powerplays, die Explosionen unterschiedlichster Art auslösen, soll den Gegnern das Leben schwer gemacht werden. Powerplays gibt es in drei Stufen; die erste lässt ein Objekt, beispielsweise einen Schulbus, in die Luft gehen, was eine Schockwelle verursacht und die leichteren Vehikel an den Straßenrand drückt. Sind alle drei Energiestufen geladen, steht manchmal ein „Stufe 2 Powerplay“ zur Verfügung. Dieses äußert sich dann in einer größeren Abbrucharbeit, bei der dann ein Hubschrauber einen Kipplader als Abrissbirne für einen Tunnel missbraucht. Im weitesten Sinne ebenfalls ein Powerplay (welches abermals alle drei Energiestufen benötigt) ist die Möglichkeit, eine Strecke zu ändern. Ist man vorher unter einem geparkten Schiff durchgefahren, so gibt der Boden nun nach, das Schiff versinkt zur Hälfte und das Deck dient nun als Sprungschanze. Dass alle Gegner, die sich zum Zeitpunkt der „Umbauarbeiten“ unter dem Schiff befanden, dann aus dem Verkehr gezogen sind, versteht sich von selbst.