Im Call-Center eingesperrt
In Winsen sollen einige Frauen nach der regulären Arbeitszeit eingesperrt worden sein. Sie arbeiteten im Call-Center und hatten zu wenig Abonemments verkauft. Dies soll jedoch die Spitze des Eisbergs gewesen sein. Die weibliche Vorgesetzte, die diese und weitere Maßnahmen veranlasste wurde zu einer Strafe von 3750 Euro rechtskräftig verurteilt.
Zwei Bemerkungen seien mir dazu gestattet. Als ich noch in den Kindergarten ging, wurde ich nach der Bastelstunde in den Aufenthaltsraum der Kindergärtnerinnen eingesperrt. Der Grund: Ich hatte als Linkshänder mit einer stumpfen Rechtshänder Schere nur unzureichend Sterne aus Gold- und Buntpapier ausschneiden können. Die Dame wurde nicht zu irgendwas verurteilt, allerdings hatte meine Großmutter als mein Vormund damals Rabatz gemacht und sie hat zumindest ihren Posten als Leitfigur abgeben müssen. Außerdem hatte die Aktion zum Ergebnis, dass ich ein Jahr nicht in den Kindergarten gehen musste.
Die zweite Anmerkung ist rein medialer Natur. Interessant ist, dass der Westen eine DPA-Meldung zu dem Thema ins Netz stellt und damit trotzdem bislang schon 19 Kommentatoren erreicht hat, ihren Senf abzugeben. Oh wunders, wenn die DPA oder andere Presseorganisationen auf die Idee kämen, eigene Onlineportale einzurichten, auf denen man Nachrichten empfangen könnte.
