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Monkey Island und Co KG

Lucas Arts hat den Computerspielern auf aller Welt unheimlich schöne, lustige, manchmal spannende und vor allem liebevoll programmierte Adventures geschenkt. Die Historie der Point-and-Click-Varianten des Genres ist immens. Umso mehr freut sich der geneigte Liebhaber, dass er zum Spielen seiner alten Adventures nicht einmal mehr einen IBM-kompatiblen benötigen würde.

Zugegeben, die Adventures von Lucas Arts gab es natürlich auch auf anderen Systemen, doch aus meiner eigenen Perspektive betrachtet, muss ich von einem IBM-kompatiblen schreiben. Meine Computer-Geschichte begann mit 7 Jahren an einem XT mit 4 MHz CPU und bernsteinfarbenem Monochrombildschirm.

Eine Weile später, als der zweite Rechner auch Farbe ins Leben brachte, fanden sich denn die achso geliebten Figuren aus Indiana Jones, Monkey Island, Day of the Tentacle und Co KG auf ihm ein. Heute habe ich die Rechner von damals nicht mehr, sondern ein Macbook – doch selbst auf diesem kann ich die Schätze von damals aufleben lassen. Aber nicht nur auf dem Macbook, sondern im Prinzip auf vielen weiteren Systemen kann man den gehaltvollen Adventures neues Leben einhauchen.

Dazu benötigt wird eine Emulationsumgebung, die sich ScummVM schimpft. Selbst Nutzer von iPhone/iPod Touch oder diversen Konsolen können Guybrush Threepwood und Andere bekannte Protagonisten auf ihren etwaigen Abenteuern begleiten, wenn sie wollen. Ich selbst habe zunächst Monkey Island auf dem Mac ausprobiert. Die Bildschirmausschnitte in dem Beitrag zeigen das ganz schön.

Das Ganze ist auf Computern relativ einfach zu realisieren, auf mobilen Geräten oder Konsolen indes ein wenig schwieriger in die Tat umzusetzen. Dabei ist das größte Problem eigentlich, die notwendigen Spieldateien auf das gewünschte Gerät zu bekommen. Im Fall des iPhones beispielsweise, lässt sich ScummVM zwar via Installer-Anwendung einrichten, doch die Spieldateien müsste der Anwender selbst aufs Handy spielen. Das geht derzeit noch nicht so ohne weiteres. iTunes ist dafür nicht geeignet; es klappt damit nicht. Man könnte eine SSH-Verbindung zum Mobiltelefon aufbauen und Dateien über diesen Weg kopieren, gesetzt den Fall, dass man das BSD-Subsystem und eine SSH-Umgebung auf dem iPhone installiert hat… Klingt kompliziert, ist hoffentlich auch nicht der einzige Weg. Vielleicht geht es per FTP-Anwendung einfacher?! Dafür hab ich bislang zu wenig mit meinem iPod Touch herum experimentiert.

Wenn man auf einer Konsole wie der Playstation 3 außerdem auch Linux installieren kann, so dürfte hier ebenfalls die Möglichkeit bestehen, Adventures aus alten Zeiten zu zocken. Selbst einige moderne Settopboxen oder Digitalreceiver fürs TV, auf denen man Linux installieren kann, müssten mit ScummVM (in einer speziell kompilierten Linuxvariante) zurecht kommen. Source-Code herunter laden, und auf den Geräten entsprechend kompilieren – et voilà. Und natürlich gibt es schon eine Reihe von Portierungen für diverse Systeme wie Sonys PSP, Segas Dreamcast und viele weitere. Ach ja, natürlich sind nicht nur Threepwood, Sam und Max und andere Figuren von Lucas Arts über ScummVM zu spielen. Eine Kompatibilitätsliste zeigt, dass ebenso die Sierra-Helden wie Larry Laffer, Willy Beamish oder Figuren wie Simon the Sorceror ihren Auftritt haben könnten.

3 Gedanken zu “Monkey Island und Co KG

  1. Interessanter Beitrag. Hab gleich mal Scumm bei mir ausprobiert. Auf meinem Nokia E90 mit S60 3rd Edition läuft es bestens. Egal ob Monkey Island, Indiana Jones usw… .

    Ich versteh nicht wieso man das Iphone als Mass aller Dinge nehmen muss, wenn es um Mobile geht. Von seinen technischen Funktionen/Möglichkeiten her (bis auf das Bedienkonzept) kann man das Iphone im Vergleich zu vielen anderen Smartphones in die Tonne treten. Auch die Softwarepolitik ist alles andere als Nutzerfreundlich. Wundert mich also überhaupt nicht, dass schon allein das simple Übertragen von Dateien scheitert.

  2. Pingback: + Blog`N`Roll + » Blog Archive » Alte Hits, neu verpackt

  3. Vielen Dank. Also auf meinem N95 habe ich es noch nicht ausprobiert. Allerdings habe ich schon mit einem guten Freund gesprochen, der es auf seinem iPhone ausprobiert hat. Ich glaube also, dass es funktioniert. ;) Schön, wenn man jemandem nen Anstoß geben kann. A pro pos Anstoss… der Fußballmanager war auch ein Spiel, das mich und meine Freunde lange Zeit vor den Röhrenbildschirm gefesselt hat.

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