Britney: Sie hat es getan
Haare ab. Nachdem die Intimrasur jedem aufgefallen sein dürfte, der sich durch das mehr oder weniger medial vermittelte Leben bewegt, kommt nun die neuerliche Enthaarungs-Kur. Dieser Pole meint, dass Britney wohl um Hilfe ruft. Wie Recht er hat. Einzig fehlt jetzt noch der Mensch, der das Leben von Brit(ney) wieder ordnet, und ihr ein Schulter zum Anlehnen bietet, die sie nicht ausschlagen kann. Perverse Situation eigentlich.
Warum? Nun, weil dort jemand im öffentlichen Leben steht, und jede Menge Trotzreaktionen ablässt, nur um den eigenen Stolz nicht auf Sparflamme laufen zu sehen. Ihr bleibt offensichtlich nichts anderes übrig. “Verrückt” ist sie in meinen Augen nicht geworden. Hilflos wohl eher. Schauen wir sie uns doch an… wir wollen sie mit 16 wählen lassen und den Führerschein dürfen sie machen. Bei diesen Pauschallösungen werden immer Leute auf der Strecke bleiben. Ich will nicht sagen,…
Doch, auf eine Weise muss ich zugeben, dass ihr der Erfolg zu Kopf gestiegen ist. Ob ihre blanke Intimsphäre oder nun ihr “bald head”. Es sind sehr krasse Ausdrucksformen. Wir können im Grunde froh sein, dass sie sich bei Britney derart ausformen. Bei anderen Menschen schlägt derlei Drucksituation gänzlich andere Richtungen ein. Amokläufe wären die Folge oder Selbstmordversuche. Wie schön, dass Britney noch kreativ ist. Sie ist eine von uns. Ein Mensch wie du und ich, jedenfalls wenn man von Platten, Moneten und Scheidungen mal absieht.
Sie ist kein Einzelkind und wird vielleicht trotzdem darunter gelitten haben, dass ihre “Sista” so herrlich “normal” und beinahe “durchschnittlich” geraten ist. Dass Britney Einfluss auf ihre eigenen Songs gehabt hat ist unbestritten. Umso genauer sollten sich die Damen und Herren ihre Lyrics ansehen. Dort spricht ein sehr zerbrechliches Wesen zu uns, in einer Form, die wir ihr aufoktroyiert haben.
Sie hatte irgendwann nicht mehr die Wahl. Ihr Werdegang mutierte zur Qual und heute ist sie dort, wo Robby Williams oder Roy Black vorgestern gewesen sind.
