StudiVZ – Wie geht es weiter?! Erste Prognose(n)
Don Alphonso hat einen sehr lesenswerten Artikel zusammengeschustert, in dem er die Lage des Projekts StudiVZ plakativ umschreibt. Er skizziert ein Szenario in der Metaphorik einer Luftschlaft im Zweiten Weltkrieg. Angeregt durch die ehemals von Gründer Dariani als Gag gedachte Einladung im Stil des Völkischen Beobachters zu seiner Geburtstagsfeier. 26 Jahre und kein bisschen Weise. Ein Glück das nicht jeder mit 26 Jahren so neoliberal und geschichtsvergessen daher kommt wie der coole Dandee aus Berlin. Die Prognose Don Alphonsos sieht düster aus. Sie prophezeit einen langsamen aber stetigen Sinkflug, der angesichts des Unvermögens der Crew trotz der vielen Zeit, Veränderungen vorzunehmen, in einer Bruchlandung enden wird.
Ein wenig anders die Einschätzung des Kollegen R. Basic von Basic Thinking. Er sieht auf lange Sicht keine Bauchlandung. StudiVZ wird sich von dem Geschwür erholen, derzeit wird der Patient notoperiert. Er geht zudem davon aus, dass der Vorsprung, den StudiVZ sich gegenüber anderen Nutzern in Form von massiven Nutzerzahlen erworben hat, am Ende das Quentchen zur erfolgreichen Wiederbelebung sein wird. — Ich gebe nurmehr Folgendes zu bedenken: Das letzte Versprechen an die Nutzer war dieses: “Wir sind Freitagnacht wieder für euch da.” Und auch dieses Versprechen haben die Betreiber nicht einhalten können. Diese Nachricht wurde nun wieder entfernt, die Seite ist jedoch weiterhin nicht erreichbar. Bis auf Weiteres also. Ein Gedankenspiel: Was wäre, wenn die Kapitalgeber von StudiVZ auf ein Mal auf einen der Konkurrenten zugehen, der eine grundsolide, sichere Infrastruktur bietet?! Es müsste “nur noch” ein Weg gefunden werden, die Nutzerdaten in das andere System einzupflegen und ab morgen wäre StudiVZ vielleicht schon nicht mehr StudiVZ. Eine Million Nutzer wären jedoch froh darüber, die Bequemlichkeiten der Community in einem “sicheren” Ambiente zu nutzen und die Investoren könnten recht bald damit beginnen, den Geldfluss zu organisieren. Ist dieser Gedanke ketzerisch? Ist er idealistisch? Ja, was ist dieser Gedanke? Am Ende nur utopisch?!
Beinahe schon aus der Mottenkiste ist dieser Beitrag vom 14. November, der die Seite der StudiVZ-Benutzer näher beleuchtet. Dieses Mal geht es nicht um die sagenumwobene Sexismusgruppe, sondern um Teilnehmer im StudiVZ, die offenbar den Traum an den Führer noch nicht ausgeträumt haben.

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Zum Führertraum gibt es eine Richtigstellung. Das steht auch unten im Beitrag drin. Wenn man also über sowas schreibt, sollte man den verlinkten Artikel auch zu Ende lesen! Hier zum nachlesen:
http://www.daburna.de/blog/2006/11/17/richtigstellung/
Viele Grüße
daburna
Ich habe den Artikel sehr wohl zu Ende gelesen, allerdings ist die Richtigstellung keine, wie sie im Journalismus normalerweise völlig falsch wiedergegebene Tatsachen widerspiegelt. Dariani verwies bei seiner Geburtstagseinladung auf Satire, diese Gruppe verweist angeblich auf Satire. Wie der Autor des Artikels selbst schon richtig sagt, ist die Einschätzung derselben nicht eindeutig.
Um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, kann man schnell mal sagen, das sei “nur” Satire. Selbst in einem Witz steckt wohl ein Körnchen Wahrheit, oder wie war das?!
Wie kommt es überdies, dass die Gruppe danach geschlossen wurde, wenn sie nur Satire war?
Ok, dann gibt mir wenigstens einer recht. Nach der Veröffentlichung fielen nämlich aufeinmal alle über mich her und meinten, wie ich denn diese Satiren denn bitte nicht erkennen konnte. Nunja ob Satire oder nicht, die Gruppe war aufjedenfall sehr sehr fragwürdig.
@Daburna: Ich glaube, Dir geben noch viel mehr Leute Recht. Davon abgesehen, gerade dieser Fall erinnert mich auch ein wenig an die Diskussion um die Mohammed-Karrikaturen vor einigen Monaten. Ich glaube, dieselben Leute, die hier noch von Satire sprechen, sind auch diejenigen, die damals alles verharmlosen wollten.
Naja, einige geben mir recht, andere fordern gerade, daß ich den Artikel löschen soll. Ich denke, wenn man ihn liest, kann man sich selber ein Bild drüber machen und entweder denken, der Junge hat recht oder man, wieso hat er das nicht erkannt.