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Auf Vergewaltigung folgt Hinrichtung

In Südafrika, genauer in der Gemeinde Motherwell, wurde letzten Samstag ein fünfjähriges Mädchen vergewaltigt. In der Folge erzählte die Mutter den Gemeindeoberhäuptern (engl. Elders) von der Tat und vom Täter.

Am Montag nun nahm man sich der Sache an. Der Täter wurde von Gemeindemitgliedern derbe verprügelt. Er gestand der Polizei, das Mädchen vergewaltigt zu haben. Zunächst schickte er sie für ihn einkaufen. Hernach vergewaltigte er sie bei sich daheim. Er drohte, er würde wieder Gewalt anwenden, wenn sie sich irgend jemandem anvertraue. So bekam die Fünfjährige am Ende sogar noch 50 australische Cent für ihre unfreiwillige Prostitution. Auf dem Weg ins Krankenhaus erlag der Täter den Verletzungen, die ihm von der aufgebrachten Menge beigebracht wurden.

Hüben wie drüben zeigt sich das Tier im Menschen. Jahrtausende einer aufoktroyierten Kulturgesellschaft – man spricht im akademischen Feld von der Kultur oft als zweiter Natur – haben nicht dazu geführt, in der Sache grundlegende Veränderungen herbeizuführen. Damals wie heute ist Gewalt ein probates Ausdrucksmittel, das im Tierreich den Stärkeren Vorteile verschafft.

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