Konami veröffentlicht mit Silent Hill: Origins (kurz SHO) einen weiteren Teil der Silent Hill-Reihe, der eigentlich ein Exklusivtitel für die PlayStation Portable hätte sein sollen. Von dem Plan ist man abgewichen, um auch PlayStation 2-Fans einen soliden Vertreter des Horror-Action-Adventures zu gönnen. SHO ist allerdings eher ein Vorgänger. Zumindest die Geschichte im Spiel klärt über die Anfänge auf, in typischer Genremanier.
Der erste Eindruck, den Silent Hill: Origins hinterlässt, ist vielversprechend. Beim Einschalten wird man mit einem gut inszenierten Vorspann in die Geschichte des Spiels eingeführt. Der Spieler bekommt zum Teil recht hübsch gerenderte Videosequenzen gezeigt - auch später im Spiel. Die Musik, die uns die ersten Schritte über begleitet, der Wechsel in der Kameraperspektive, der Nebel, das Feuer und die kleinen Einspielfilmchen: Der Aha-Effekt ist nicht zu leugnen, doch das anfängliche Hochgefühl kann SHO nicht über die gesamte Spieldauer aufrechterhalten.

Mit dem Protagonisten Travis Grady werden wir in Silent Hill Aufklärungsarbeit leisten müssen. Damit uns der Spaß daran möglichst lange erhalten bleibt, müssen einige Dinge ineinander greifen, um die nötige Stimmung zu schaffen. Was am Anfang des Spiels für Staunen sorgt, können wir schon jetzt sagen, ist am Ende zu kaltem Kaffee geworden. Auffällig ist, dass die musikalische Untermalung, die eine wirklich gute Qualität hat, viel zu früh ihren Geist aufgibt. Wenn wir an einen neuen Schauplatz gelangen, ein Puzzle gelöst haben, oder einen Endgegner besiegt, verändert sich die Hintergrundmelodie. Sie wird angespielt, aber, wie es scheint, nur ein Mal. Wenn das Stück zu Ende ist, hören wir nur noch die dumpfen Umgebungsgeräusche. Manchmal hören wir sie für unseren Geschmack zu lange. An diesen Stellen haben wir das Gefühl, dass uns das notorische Gemurmel, Gehämmer und Geklopfe eher langweilt, und eben nicht für Spannung sorgt.
Kommentar #6 vom 06. September 2009 um 19:31:45