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05.08.2008 Alexander Trust

1998: MGB-006 - ... oder auch Game Boy Camera

1998: MGB-006

Es gibt Gadgets, die sollte es nicht geben. In meinen Augen zählt die Game Boy Camera dazu. 1998 erblickte das Graufstufenobjektiv das Licht der Konsumentenwelt. Ich lehne mich nicht wirklich weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass meine Meinung selbst dann nicht anders ausfallen würde, wenn man mich in eine Zeitmaschine setzte und die Zeiger 10 Jahre zurückdrehte.

Die Game Boy Camera, die in Japan als Pocket Camera auf den Markt kam bietet beschränkte Möglichkeiten, von denen allerdings offenbar doch einige Verbraucher angetan waren. Das gute Stück auf dem Bild ersteigerte ich nicht zielgerichtet, wohl aber in einer Auktion zusammen mit einem klassischen Game Boy (in gelb) und einer Handvoll Spiele.

Wollte ich das Gadget wieder verkaufen, ich würde wahrscheinlich nicht mehr so viel Geld dafür bekommen, also entschied ich, es zunächst zu fotografieren und gut eingepackt als Sammlerstück einzumotten. Wer weiß, wann man später einmal die Gelegenheit dazu haben wird, vor staunendem Publikum derlei ausgefallenes Stück Handheld-Peripherie zu zeigen.

Kunst und Krempel

MGB-006 Game Boy Camera

Die Game Boy Camera wird anstelle eines normalen Spiels in den hinteren Cartridge (dt. Steckmodul) Einschub (engl. Slot) geschoben. ;) Das kugelförmige Auge lässt sich um 180 Grad horizontal drehen. Man kann es also mit der Linse entweder zu sich hin richten oder von sich weg drehen. Die Aufnahmen sind...? Nun, wie soll ich es ausdrücken... quasi atemberaubend. Und dennoch gibt es Leute, die damit künstlerische Fotos zu produzieren versuchen. Bilderalben gibt es im Netz zuhauf. Und wegen meiner langjährigen Interneterfahrung wundert mich das schon gar nicht. Jeremiah Jamison, auch bekannt als Nullsleep hat einige Aufnahmen auf seinen Seiten (engl.) veröffentlicht. Ebenfalls eine Game Boy Camera-Gallerie hat Dragan Espenschied ins Netz gestellt.

Farbfotos mit der MGB-006?!

Es gibt sogar solche, die auf nicht gerade einfach Art versuchen, mit ihrer Game Boy Camera "Farbfotos" zu schießen: In der Theorie stellt es sich wohl so dar, dass ein Farbbild sich aus drei s/w-Bildern zusammensetzen kann. Die drei s/w-Bilder repräsentieren jeweils die rote, die grüne und die blaue Farbe. David Friedman erklärt (in Englisch), wie er es angestellt hat.

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