Der Kollege Keller und ich dürfen die MEGA Drive Ultimate Collection in Augenschein nehmen. Er für die XBox 360, ich für die PlayStation 3. SEGA hat sich, soviel kann ich schon verraten, zumindest ein bisschen Mühe gegeben. Hier läuft kein emulierter Titel, sondern eine Umsetzung. Jedes einzelne Spiel ermöglicht Spielstände abzuspeichern, an jeder Position im Spiel. Das ist natürlich ein wenig wie cheaten, weil man mit Cheatmodulen früher auch Spiele einfrieren konnte.
Es gibt Zusatzinhalte, wie Interviews aber auch weitere Spiele, die man erst freispielen muss. Bei den Extras wird angezeigt, welche Leistung vom Spieler erbracht werden muss, damit man an den Bonus heran kommt. So weit so gut.
Doch wenn es bei Beat ‘em Ups heißt, dass mit den normalen Gamepads nichts zu holen ist, weil die Steuerung viel zu schwammig ist. Nun, dann kann man Videospielredakteure durch die Bank dabei beobachten, wie sie in ihren Tests zu Protokoll geben, dass Umsetzungen von alten Konsolen in dem Stil wie sie uns hier mit der Ultimate Collection vorliegen, ein großes Problem haben – die schwammige und ungenaue Steuerung. Die Technik in den NES, SNES, Mega Drive und schieß mich tot-Gamepads war eine andere. Die Sensibilität der PS3- oder XBox-Controller ist unberücksichtigt geblieben, man hat die Spiele nicht genau genug darauf eingestellt. So etwas nennt man gewöhnlich einen Fehler im Detail, doch dieser hat, vor allem bei den Plattform-Spielen in der Ultimate Collection, und davon gibt es nicht wenige, ernorme Auswirkungen. Ich hab Sonic auch für’s Game Gear hier liegen, und der Igel hüpft natürlich, wie das Steuerkreuz es befiehlt. Grundsätzlich ist das jetzt an der Nextgen-Konsole anders. Denn der Igel springt viel weiter, weil die Bewegungsimpulse wesentlich zu lang interpretiert werden. Ich muss beim Sprung auf bewegliche Plattformen schon im Flug in die Gegenrichtung steuern. Ansonsten lande ich in der gespickten Grube und entfleuche in den Game Over-Himmel, schneller als mir lieb ist. Das ist bei Alex Kidd, und den vielen weiteren Jump and Runs in der Sammlung nicht anders.
Was ich außerdem schade finde, dass der Kollege Keller ein richtiges Spielecase erhalten hat, wohl mit dem Aufdruck Press Material. Ich wurde hingegen nur mit einem Maxi-Jewelcase versorgt, wie man auf dem Foto erkennen kann.
Kommentar #3 vom 29. September 2009 um 15:52:16