Saints Row 2 hat alle Nase lang nicht die Wertungen bekommen, wie GTA IV, und sich auch lange nicht so gut verkauft.
Grafisch ist das Spiel durchaus schlechter umgesetzt. Doch interessant finde ich das Charakterdesign. Während man bei Grand Theft Auto eine Spielfigur an die Hand gegeben kriegt, kann man bei Saints Row 2 zu Beginn des Spiels seinen Charakter nach persönlichem Gusto entwerfen. In die Handlung eingebettet ist dieser Vorgang so: Nach einer Explosion ist man, bald nicht mehr lebendig, ins Krankenhaus eingeliefert worden und weil man so zerschandelt dort angekommen ist, spendiert die fiktive Menschlichkeit mir eine astreine Schönheitsoperation. Eine Optionsvielfalt, die auch Dennis Hartmann von Gameswelt seinerzeit gefallen hat.
Ich finde es verleiht dem Spiel ein wenig Personalität. Ich habe versucht den Spielcharakter meiner eigenen Person im richtigen Leben anzunähern. “Er” ist 28 Jahre jung und derzeit trägt er noch zerschlissene Jeans. Aber kommt Geld, kommt Kleidung. Interessant finde ich, dass die Kleidung einen Einfluss auf mein Ansehen im Spiel hat. Bislang hab ich 3 Missionen gespielt, 2 Leute entführt, einen Promi beschützt und mir einige Male die Hände schmutzig gemacht beim Autoklau. Was ich nicht verhehlen möchte: Die Radiosender bei Saints Row 2 gefallen mir viel viel viel besser als in GTA IV. Weil man sich nicht zu schad war, einige bekannte Songs z. B. aus dem 80er-Synthpop, dem 90er Poprock oder den aktuellen Metalscheiben zu lizenzieren. Der Klassiksender beruhigt zu dem die Nerven.