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Artikel vom: 18.07.2010
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News zu Amnesia: The Dark Descent
Amnesia: The Dark Descent - Adventure-Thriller im Preview: fürchte die Erinnerung
Nach den beiden Penumbra-Teilen schlägt der schwedische Entwickler Frictional Games nun zum dritten Mal zu. Allerdings hat "Amnesia: The Dark Descent" nicht viel mit den anderen Titeln gemeinsam. Abgesehen von der düsteren Atmosphäre. Wir haben uns für euch in die Dunkelheit gewagt und uns durch die Vorschauversion gerätselt.
Verfluchtes Gemäuer
Spätestens seit dem 1993 erschienen The 7th Guest sollten Computerspieler wissen, das alte, halbverfallene Gemäuer in der Regel nichts Gutes für ihre Gäste bereit halten. In unserem Fall hört das alte Gemäuer auf den Namen Brennenburg Castle und rottet im Ostpreußen des Jahres 1886 vor sich hin. Wie Daniel, der Hauptcharakter des Horroradventures, hier hergekommen ist und was er hier überhaupt zu suchen hat, enthüllt das Spiel erst nach und nach. Dabei greift Frictional Games auf die bereits bei Penumbra etablierten Tagebuchseiten und Erinnerungsfetzen zurück. Das verlangt, wie schon bei den Penumbra-Teilen, viel Lesearbeit vom Spieler, da nicht alle Texte vertont sind.

Auch bei der Steuerung hält man sich an Bewährtes. In der Egoperspektive durchwandern wir die Räume - mitnehmbare Gegenstände werden durch eine leuchtende Aura kenntlich gemacht und der Mauszeiger verändert sich, wie bei allen interaktiven Objekten, in ein Hand-Symbol. Objekte wie Kisten oder Stühle lassen sich tragen, ziehen, schieben und werfen. Davon wird auch bei dem einen oder anderen Rätsel Gebrauch gemacht. Und so greifen wir mit einem Klick auf die linke Maustaste eine Tür und ziehen sie per Bewegung mit der Maus auf. All das hat bereits die Vorgänger ausgezeichnet und sie damit von der Masse abgehoben.{BREAK}
Rätseltechnisch wurden wir in der Vorschauversion nicht wirklich gefordert. So sammelten wir die Einzelteile eines Bohrers ein und setzten diese im Inventar zusammen, um damit am Ende Löcher in Fässer zu bohren. Oder wir legten Hebel in der richtigen Reihenfolge um. Immer wieder gibt das Spiel Hinweise in Form von Notizen, die es in den Leveln zu finden gilt.
Treffen wir auf einen der sporadisch durch die Gänge schlürfenden Gegner heißt es Licht aus und verstecken. Einen Kampf überlebt unser Held nicht. Zum Glück steigt man nach dem Ableben wieder an der gleichen Stelle im Spielgeschehen ein, ohne gleich wieder der Bedrohung gegenüber zu stehen. Dadurch wird Amnesia nie unfair.

Altes Gemäuer
Grafisch weiß Amnesia die gruselige Stimmung einzufangen. Lediglich Kerzen, Fackeln und das durch sporadische Fenster und Öffnungen hereinfallende Mondlicht unterbrechen die bedrückende Finsternis. Der permanente Geräuschpegel aus fernem Klaviergeklimper, Schreien und Geflüster pumpt konstant Adrenalin durch unsere Adern. Taucht dann noch urplötzlich eines der entstellten Monster auf, ist der Schockmoment perfekt.
Leider kann die technische Qualität da nicht ganz mithalten. Einigen Texturen fehlt es an Schärfe, einigen Objekten an Details.
Ansonsten macht Amnesia: The Dark Descent bereits jetzt einen fertigen Eindruck. Abstürze erlebten wir keine. Auch wurden wir vor keine unlösbaren Probleme gestellt. Einer pünktlichen Veröffentlichung Anfang September sollte somit nichts im Wege stehen.

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