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Artikel vom: 18.12.2007
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News zu Need for Speed: ProStreet
Need for Speed: ProStreet - Need for Speed: ProStreet - und sie gehen doch kaputt!
Überraschend steht dieses Jahr im Dezember Weihnachten vor der Tür. Mindestens genauso überraschend ist es, dass Electronic Arts anlässlich dieses Festes neue Ausgaben erfolgreicher Spieletitel in die Regale stellt. Die 2007er Version der Need for Speed-Reihe haben wir uns für Sie angesehen.
Von der Straße auf die Rennstrecke
Zugegeben, illegale Straßenrennen hatten ihren Reiz. Doch nach über vier Jahren ist auch dieses Pflaster etwas monoton geworden. Daraus resultiert, dass Need For Speed: Pro Street auf echten, abgesperrten Rennstrecken spielt, auf denen richtig organisierte Renn-Clubs ihre – zur Abwechslung sogar legalen – Rennen austragen. So kommt es, dass weder die Polizei, noch der Gegenverkehr die Rennen behindern.
Auffällig ist jedoch, dass es weder einen Wetter- noch einen Tag-Nacht-Wechsel gibt. Zumindest Regen hätte der Abwechslung im Rennspiel noch etwas besser getan.

Die Karriere
Die Karriere, als Hauptteil des Einzelspielermodus, ist mehr oder weniger (wieder) so, wie man es sich von einem Rennspiel vorstellen würde. Am Anfang wird kurz das Szenario erklärt, in dem sich der Spieler bewegt und danach wird man weitestgehend mit Cut-Scenes und der gleichen in Ruhe gelassen. Im Wesentlichen geht es darum, der neue Showdown King zu werden. Diesen Titel hat zu Beginn noch Ryo Watanabe inne, der davon jedoch ziemlich abgehoben ist und in Interviews versucht, seine Renn-Autorität zu bewahren, in dem er die Leistungen andere herunter redet. Sie spielen den Protagonisten des Spiels, Ryan Cooper, der sich von Null an heraufarbeiten muss, um Ryo zu zeigen, dass er nicht der einzige Fahrer im Feld ist. Das erledigen Sie, in dem Sie an Rennveranstaltungen der Einzelnen Renn-Clubs teilnehmen und möglichst gut abschneiden. Eine Rennveranstaltung besteht aus mehreren Rennen (z.B. Grip oder Zeitfahren) und Events (z.B. Drag oder Drift). Hierbei kommt es nicht nur darauf an, dass Sie als erster die Ziellinie sehen; das ganze sollte auch noch möglichst elegant geschehen, wenn Sie den Renntag dominieren möchten. Den Renntag zu dominieren, hat den Vorteil, dass Sie mehr Geld bekommen und das wiederrum ist in Need For Speed: Pro Street sehr knapp. Die Punkte, die über Ihre Dominanz entscheiden, sammeln Sie beim Fahren. Hierbei spielt es eine Rolle, ob Sie beispielsweise den aktuellen Rundenrekord einstellen oder Ihren Wagen beschädigen. Wenn Sie also besonders schnell und besonders sicher fahren, erhalten Sie mehr Punkte und ggf. genug, um den Tag zu dominieren. Neben zusätzlicher Geldprämie gibt’s dann auch noch "Marker", die Sie sich aussuchen können. Hinter jedem Marker ist ein Extra versteckt, beispielsweise ein Reparaturgutschein oder Geld. Für einen siegreichen Renntag können Sie sich einen Marker aussuchen, dominieren Sie den Tag, sogar zwei.{BREAK}
Die Rennstrecken sind vielfältig und gehen rund um die Welt. So gibt es beispielsweise eine Strecke in der Wüste von Nevada, aber auch einen abgesperrten Autobahnabschnitt in Deutschland, auf denen Sie sich behaupten müssen.

Am Anfang der Karriere legen Sie fest, wie gut Sie im Rennsport-Genre sind. Hiernach bestimmt das Spiel, welche Fahrhilfen (z. B. Traktionskontrolle, ABS, …) aktiviert werden. Als "King" sind Sie aber auf sich allein gestellt, was das Spiel deutlich schwerer, aber auch mehr zu einer Herausforderung werden lässt.
Physikalisch erweitert
Für
Pro Street gibt es einige Neuerungen in der NfS-Welt. Beispielsweise
ist das lange Zeit vermisste Schadensmodell wieder vorhanden. Es
überzeugt einerseits durch eine recht glaubwürdige Beschädigung des
Wagens und hat andererseits sogar auf die Leistung des Autos Einfluss;
jedoch bleibt es auch bei der Leistung, die Lenkung ist nicht davon
betroffen.
Das schon aus dem letztjährigen Carbon-Teil bekannte
Auto-Sculpt-Feature befindet sich auch noch im Repertoire der
Tuning-Werkstatt. Diesmal dient es jedoch nicht ausschließlich der
Optik, sondern auch der Leistung. Im Windkanal kann dies überprüft
werden.
Die Fahrphysik hat auch eine kleine Verjüngungskur abbekommen, NfS-Kenner werden sich am Anfang also stark umgewöhnen müssen, denn das Auto hat beim Lenken jetzt auch eine gewisse Trägheit, sodass – wenn auch nur schwach – die allgemeine Fahrphysik in Richtung Simulation abdriftet
Rennmodi: Vielfältig
Was die Rennmodi angeht, haben sich die Entwickler, aufbauend auf bekannten Elementen, einiges ausgedacht. Da wäre u.a. der Drag-Modus zu erwähnen. Diesen gibt es in verschiedenen Längen (¼ Meile, ½ Meile) und zuvor werden die Reifen aufgewärmt. Hierbei müssen Sie die Reifen in einem Burnout durchdrehen lassen, und zwar so, dass die "perfekte" Menge Gummi auf dem Asphalt landet. Dies bedeutet dann bessere Startbedingungen für Sie. Eine Abwandlung davon sind Wheelie-Wettbewerbe, die aber erst später (weil nur mit starken Autos realisierbar) auf dem Stundenplan stehen. Hierbei geht es darum, nur auf den Hinterrädern ins Ziel zu fahren.{BREAK}
Bei Hochgeschwindigkeitsrennen geht es darum, wie der Name schon sagt, möglichst schnell zu fahren. Jedoch wird hier fahrerisches Können verlangt, denn nur allzu schnell landet eine Unachtsamkeit neben der Strecke oder noch schlimmer an einem Hindernis, was einen Totalschaden und das Ende des Rennens zur Folge hat. Auch schon bekannt sind Radarfallenrennen, bei denen so schnell wie möglich an einem "Starenkasten" vorbeigefahren werden muss und die einzelnen Werte summiert werden.

Ein nach Need for Speed: Underground 2 nicht
mehr gelieferter Rennmodus ist das Driften. Dieses darf nun wieder
bezwungen werden, wirkt aber leider unfertig. Die Steuerung ist alles
andere als präzise. Auch hat eine Wandberührung keine weiteren
Sanktionen zur Folge, einzig das Fahren zu weit abseits der Strecke
lässt den Punktestand einfrieren.
Bei Sector-Shootouts geht es
darum, jeden Sektor einer Rennstrecke zu dominieren, d.h. Sie müssen in
jedem Abschnitt der Strecke die beste Zeit hinlegen.{BREAK}
Tuning ist (noch immer) alles
NfS-Fans wird’s freuen: Auch das Tuning kommt nicht zu kurz beim neusten Ableger der Rennspiel-Reihe. Jedoch hat sich das Wie des Tunings etwas verändert. Sind Sie in früheren Teilen zum Tuning-Laden gefahren, tunen Sie jetzt einfach in Ihrer Garage. Dort gibt es verschiedene Tuning-Kits für Ihre Autos, aus denen Sie auswählen können, was Ihnen wichtig ist. Das Ergebnis speichern Sie dann in einer Blaupause, nach deren Vorgabe dann für die Karriere Ihr Auto zusammengebaut wird. Eine Teststrecke zum Ausprobieren der neuen Tuningteile fehlt allerdings.
Das Geld muss reichen!
Das liebe Geld ist ein Problem in Pro Street. Die Prämien fürs Gewinnen bei Rennen sind sehr knapp und im schlimmsten Fall haben sie vier Autos gleichzeitig zu tunen – und zu reparieren. Bei Pro Street dürfen Sie sich für jeden Renntyp ein Auto mitbringen plus einen Ersatzwagen, falls Sie mal einen Totalschaden mit einem anderen Gefährt bauen. Da auch Reparieren Geld kostet, ist selbiges sehr eng begrenzt, was den Spieler andererseits aber dazu zwingt, sauberer zu fahren, um beispielsweise unnötige Reparaturkosten zu vermeiden.
Fazit
Endlich! Der frische Wind in der Need-For-Speed-Serie tut eindeutig gut. Das Warten hat sich also gelohnt. Pro Street ist vielleicht nicht perfekt, aber auf jeden Fall ein großer Fortschritt zu Carbon. Auch wenn die Nachrichten im Vorfeld (keine frei befahrbare Stadt, abgesperrte Strecken) für Unken gesorgt haben, so bleibt festzuhalten, dass es EA geschafft hat, einen NfS-Teil zu bringen, der trotzdem Spaß macht.
Einzelwertungen
Spielspaß: 89 Prozent
Grafik: 85 Prozent
Akustik: 82 Prozent
Bedienung: 86 Prozent
Mehrspieler: nicht getestet
Gesamt: 87 von 100 Prozent.

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