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15.12.2009 Alexander Trust

Fabels: Väter und Söhne - Fables: Väter und Söhne - Sonderband im Test

Fabels: Väter und Söhne

Panini hat den Sonderband 10 der Vertigo-Reihe Fables herausgegeben, mit dem Untertitel Vater und Söhne. Einige der darin aufgegriffenen Erzählungen handeln nämlich vom Verhältnis derselben.

Fables - Väter und Söhne - Cover

Comics begleiten mich seit meiner Jugend. Doch während ich als Pubertierender selten mehr als Unterhaltung in Form von Lustigen Taschenbüchern oder YPS-Heften las, kommt es in diesen Tagen häufiger zur Konfrontation mit Comics, die man bald schon Kunst nennen kann. Zumindest hat der Sonderband Fables - Väter und Söhne einen latent künstlerischen Anspruch. In ihm sind die Einzelhefte 52 bis 59 untergebracht und zudem vorneweg eine Hinweistafel, die einige der Charaktere des Fable-Universums vorstellt.

Hauptverantwortlich für diesen Sonderband sind die Herren Willingham, Buckingham und Allred. Ersterer vor allem auch in der Rolle als Autor der Geschichten. Präsentiert wird die Ruhe vor dem Sturm. Es gibt zwei Fronten, wie eigentlich fast überall in der Welt und es ist interessant, wie bunt die Welt von Fabletown zunächst auf mich gewirkt hat, doch wie viel Tiefgang schon dieser einzelne Sammelband erzeugen kann. Hier verschmelzen Figuren aus Fabeln mit der Idee von der realen Welt. Manchmal wirkt ihr Handeln obskur, manchmal amüsieren wir uns. Und dann ist da noch die alte Welt, diejenige, die man nur über den Bohnenbaum erreichen kann. In ihr lebt auch der Puppenmeister Geppetto. Doch wer hier einen liebevollen alten Mann erwartet, der wird enttäuscht. Ein gerissener Stratege, der durchtränkt ist von boshafter Energie ist dieser Geppetto.

Facettenreich und stilvoll

Und überhaupt ist die Welt der Fables und diejenige, die sie umgibt, selten normal. Wer zum ersten Mal mit ihr zu tun hat, der wird neugierig gemacht, auf die vielen Facetten, die sie bereithält. Jedes einzelne Heft, das in dem Sonderband Unterschlupf gefunden hat, präsentiert solche Facetten. Eine oder viele. Neben 2 kompletten Story-Bögen finden Leser auch eine Weihnachtsgeschichte und 16 Mini-Erzählungen integriert. Dieser Sammelband wirkte auf mich wie ein Prisma. Denn auch die Zeichnungen waren, ob der unterschiedlichen Verantwortlichen, verschieden, boten mir aber dennoch alle interessante Einsichten. Man kennt das vielleicht, dass es Comics gibt, die man ihres Stils wegen gutheißt, oder sich freut, wenn der eigens geliebte Zeichner wieder am Werk war. Hefte, deren Stil man nur toleriert, geraten schnell wieder in Vergessenheit. Für mich war es in dem Fall so, dass das Faszinosum Fables alles überwog.

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