Mit Sicherheit gibt es Comics, die eine Geschichte erzählen. Der Sammelband "Resistance" ist so einer. Doch welche Geschichte er erzählt, und wieso so ein Sammelband zu einem Computerspiel überhaupt Erfolg haben kann, verrät euch unsere Rezension.

Das Beste vielleicht direkt zu Beginn: Ich kann den "Resistance"-Sammelband, mit den Resistance-Comics 1 bis 6 bedenkenlos empfehlen. In solidem Papp-Einband, gedruckt auf hochwertigem Papier bietet der Comic optimale Bedingungen für den Lesespaß.
Ich muss sagen, dass ich anfangs hellauf begeistert gewesen bin bei der Lektüre. Resistance: Retribution für die PlayStation Portable ist ein Titel, den ich mein Eigen nenne, und der selbst durch Tiefgang besticht. Dies Comic aber hat mir die Story weitaus intensiver vor Augen geführt und mich einen Teil miterleben lassen. Aber eigentlich ist dies ein Comic zum Spiel auf der großen Nextgen-Konsole.
Und selbst Leute, die die Videospiele nicht kennen, können ihre Freude an den Comics haben, besonders zu Beginn. Es gibt ein "medias in res", es wird direkt hinein gesprungen in die Handlung. Keine Zeit für Erklärungen, jedenfalls nicht zu Anfang. Doch im Laufe der Erzählung, über viele Seiten hinweg, erahnen wir so langsam, in welche Richtung es sich dreht und wendet.
Im Vorfeld wird uns eingangs aufgetischt, dass eine Mutation sich die Welt zu Untertan machen möchte, die Chimera. Sie sind dabei sehr erfolgreich und haben Russland im Sturm erobert. Großbritannien und Zentraleuropa wird folgen. Doch auch Amerika, das sich anfangs aus den Kämpfen herausgehalten hat, wird Akteur in diesem ungleichen Kampf. Die Chimera, sie kamen von irgendwoher und haben die Welt bedroht, ungefähr in der Zeit als die Nachwehen des 1. Weltkriegs ausgeklungen waren.