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Megaupload - Filehoster geschlossen, Verantwortlicher Kim Schmitz in Neuseeland festgenommen
Der nach Reichweite und Traffic zweitgrößte Filehoster Megaupload ist Geschichte. Wie das FBI und das US-Justizministerium mitteilen, wurde die Webseite abgeschaltet und der Verantwortliche Kim Schmitz festgenommen. Es geht um kriminelle Urheberrechtsverletzungen, Schmitz drohen zwischen 5 und 20 Jahren Haft.
Wie Golem aus einer Pressemitteilung des US-amerikanischen Justizministeriums herausgefunden hat, ist der Filehoster Megaupload jetzt durch die Behörden geschlossen worden. Mitarbeiter des dahinterstehenden Unternehmens, das offiziell in Hong Kong seinen Hauptsitz hat(te), wurden festgenommen. Darunter befindet sich auch Kim Schmitz, der bei Justitia bereits wegen Betrügereien und Insidergeschäften bekannt ist. Er wurde in Neuseeland verhaftet.
Die Vorwürfe gegen den bis gestern bei Alexa als zweitgrößten Filehoster gelisteten Dienst Megaupload lauten auf weitreichende Urheberrechtsverletzungen. Der Dienst habe Online-Piraterie in großem Maße ermöglicht. Mit dem Geschäftsmodell seien rund 175 Millionen US-Dollar verdient worden sein, dem gegenüber stehe ein Schaden von rund 500 Millionen US-Dollar.
Gegründet worden sein soll Megaupload von Kim Schmitz, der bereits durch diverse dubiose Unternehmungen aufgefallen ist und aufgrund illegaler Aktivitäten ebenfalls verurteilt wurde. Außerdem angeklagt sind eine Reihe von anderen Personen, die mit dem Unternehmen zu tun haben, so etwa Finn Batato (Marketing-Direktor), Sven Echternach (Geschäftsentwicklung), Mathias Ortmann (technischer Verantwortlicher und Mitgründer), Julius Bencko (Grafiker), Este Andrus Nomm (Leiter der Software-Entwicklung) und der Niederländer Bram van der Kolk (verantwortlich für die Netzwerkstruktur). Schmitz, Batato, Ortman und van der Kolk wurden heute in Neuseeland festgenommen, nach den anderen Personen wird noch gesucht, heißt es.
Besonders sticht den Ermittlungsbehörden ins Auge, dass Megaupload auf eine gewisse Art und Weise den Upload von illegalen Dateien gefördert habe. Durch den Verfall einer Datei nach längerem Nichtherunterladen böte sich der Dienst vor allem für 'gefragtes Material' an. Wer besonders 'erfolgreich' mit seinen Dateien ist, wurde sogar finanziell dafür belohnt.

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