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Autor: Alexander Trust 

News vom: 19.01.2011

  • Plattform: n/a

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Poisonville - MMO-GTA-Klon wird bald eingestellt

Poisonville Der Geschäftsführer von Bigpoint gab dem Branchenmagazin Gamesmarkt ein Interview, in dem er auch darüber aufklärt, dass das Browser-Open-World-Abenteuer Poisonville vor dem Aus steht. Schuld daran sei Java.

IchSpiele hat Poisonville seit den Anfängen begleitet. Im Jahr 2009 hat der Kollege Keller bei einer Präsentation auf der Games Convention Online geweilt und sich angesehen, was einmal eine Online-Konkurrenz für Open-World-Spiele wie Grand Theft Auto hätte werden sollen. Es dauerte schließlich länger als angenommen, bis das Spiel dann den Startschuss hören durfte, und nun, nach nur kurzer Zeit steht das Projekt bereits vor dem Aus.

Heiko Hubertz, Geschäftsführer und Gründer von Bigpoint, erklärt dazu in einem Interview mit dem Branchenmagazin Gamesmarkt: "In Poisonville haben wir sehr viel investiert - zeitlich und finanziell. Und mit dem, was wir anfänglich entwickelt hatten, waren wir auch sehr zufrieden. Allerdings haben wir im Live-Betrieb dann erkennen müssen, dass die Nutzer große Probleme hatten, mit der Java-Technologie zurechtzukommen. Das mag damit zusammenhängen, dass Java keine Standard-Gaming-Engine ist, mit der wir bei Poisonville arbeiten, sondern eine Umgebungsplattform, die zwar Hardware-unabhängig, aber doch nicht so nah an der Hardware ist, dass man das Spiel problemlos auf allen Rechnern spielen kann. Jedenfalls hat es immer wieder zu Problemen geführt."

Hubertz erklärt auch, dass das Entwickler-Team von dem Projekt abgezogen wird. Es solle noch ein paar kleine Bugfixes geben, doch trotzdem sei geplant, das Spiel vom Markt zu nehmen und abzuschalten. Ebenfalls gibt Hubertz darüber Auskunft, dass Bigpoints Entwicklungszyklen sich grundsätzlich verlängert hätten. Man könnte, so der CEO, nicht mehr wie früher in ein paar Monaten ein neues Spiel produzieren. Außerdem hebt er lobend an den eigenen Casual-Produkten hervor, dass diese im Facebook-Stil funktionieren würden, und man alle seine Freunde damit nerven müsse, sondern grundsätzlich auch alleine Spaß haben könnte.

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