Gameloft gehört mit zu den ersten, die am 1. Oktober über PSN ein PSP Mini vertreiben wollten. Für diesen "denkwürdigen" Tag entschied man sich beim Publisher dazu, einen Titel zu wählen, der bereits in Apples App Store zum Kassenschlager geworden war. Die Rede ist vom Kratos-Klon Hero of Sparta. Unser Review verrät euch, ob die Punktlandung für HoS auch im PlayStation Network geglückt ist.
Ich war gespannt wie ein Flitzebogen, was für Auswirkungen die Haptik von Steuerkreuz und Buttons der PSP bei Hero of Sparta zeitigen würden. Die ersten Schritte allerdings waren ernüchternd.
Er stampft eher wie ein Stier mit eiterndem Huf und er fuchtelt vor einer Kraft spendenden Quelle mit seinem Schwert herum, als wüsste er nicht, was zu tun sei. Die Rede ist von unserem Protagonisten in Hero of Sparta. Er ist halt nicht Kratos, und das wird nirgends so offensichtlich wie auf der PSP. Ich muss zugeben, ich spielte Hero of Sparta bereits am iPhone und war seinerzeit davon begeistert. Nur auf Apples mobiler Plattform macht HoS auch eine klein wenig bessere Figur.
Zwar hat sich die Spielgrafik in HoS gegenüber der iPhone-Variante nicht grundlegend verändert. Im Gegenteil, man hat das Gefühl, auf der PSP wäre alles ein bisschen spartanischer als auf Apples Handheld. Zumindest die Farbtemperatur aber ist ein bisschen wärmer, die Farben wirken satter, nur manchmal eben zu kräftig. Der Umfang des Downloadpakets ist gegenüber der iPhone-Variante geschrumpft. Um ein Spiel als PSP Mini verkaufen zu können, hat man als Entwickler im PSN-Store offenbar noch schärfere Richtlinien einzuhalten, als in Apples App Store.
Natürlich sind die Levelgrafiken gestreckt, bzw. in einem anderen Format abgelegt als auf dem iPhone, doch wir kommen nicht wirklich ins Staunen durch das bisschen Mehr an Platz, dass da nun ist. Das Stampfen, von dem ich vorhin sprach: Es ist sehr offensichtlich, dass die Animation der Spielfigur ein bisschen arg rudimentär ist. Auf dem iPhone sieht das alles nicht gar so abgehackt aus.
Die Soundkulisse war auf dem iPhone erträglich. Grundsätzlich ist sie das dann auf der PSP auch. Die musikalische Untermalung ist stimmungsvoll, wird aber im vorliegenden Fall beim PSP Mini nicht immer unterbrechungsfrei geladen. Hat man ein Level abgeschlossen, verstummt die Musik erst, im folgenden Bildschirm startet eine neue, nicht ohne vorher noch den letzten Rest verschluckt zu haben. Das hört sich dann ein wenig so an, wie wenn eine CD nen Sprung hatte, oder Windows mit dem Bluescreen abdankt, aber der Media Player mit den letzten Sekunden im Arbeitsspeicher eine Ehrenrunde dreht.