GCO 2010: Browsergames von Upjers

My Free ZooMy Free Zoo: Neue Gestaltungsmöglichkeiten

In Bamberg gegründet, hat sich Upjers in den letzten vier Jahren einen Namen gemacht im Browserspiele-Segment. Wir durften auf der Games Convention Online 2010 in Leipzig mit der Pressevertreterin Sventja J. Franzen sprechen.

2003 fing alles an: Der Firmengründer Klaus Schmitt begann, damals noch eher hobbymäßig, mit der Entwicklung des Browserspiels Kapitalism. Inzwischen ist das Unternehmen auf 60 Mitarbeiter gewachsen und erfreut sich steigender Beliebtheit – vor allem in der Community, die vderzeit hauptsächlich aus deutsch- und polnischsprachigen Regionen kommt, aber nicht zuletzt durch fortschreitende Internationalisierung – momentan gibt es die Spiele in 15 Sprachen – weltweit beliebter wird.

My Free Farm als Zugpferd

Farming online ist derzeit stark im Kommen – neben Farmville oder Farmerama sprang auch Upjers auf den Zug auf und etablierte My Free Farm. Es ist derzeit das zweitstärkste Spiel nach dem Wurzelimperium, das Upjers zu bieten hat: Rund sieben Millionen Spieler sind für den Titel registriert, was etwa ein Drittel der Gesamt-User ist. In regelmäßigen Abständen wird das Spiel erweitert. Das nächste Update steht bereits in den Startlöchern. Auch wenn zu viel nicht bekannt ist, so sei möglicherweise eine fünfte Tierart im Update erhalten. Genau werden es die Spieler wissen, wenn das Update noch in dieser Woche aufgespielt wird.

Das Erfolgsgeheimnis

Den eigenen Erfolg sieht das Unternehmen im abgelieferten Gesamtpaket. Mit den Spielen wird eine breite Zielgruppe angesprochen. Andererseits sind die meisten, vom Strategiespiel Caribic Islands und der Gangster-Simulation RR Downtown abgesehen, komplett gewaltfrei und damit für alle Altersgruppen geeignet. Sie ordnen sich im Genre (Wirtschafts-)Simulation ein und bestechen durch ihren “schrägen” Humor und “liebevolle” Details; nicht zu erwähnen vergaß Sventja J. Franzen, dass der Community immer wieder auffällt, dass die Entwickler ebenfalls Spaß an ihrer Arbeit haben und immer wieder den Wuselfaktor erhöhen. Gelobt wird von der Community ausdrücklich die hohe Detailverliebtheit, mit der die Spiele durchweg glänzen. Seinen Teil zum Erfolg trägt bei, dass sogar die Geschäftsführung, wenn auch unter ihren bekannten Nicknames, im Forum mitliest, sodass sich Spieler sicher sein können, dass ihre Stimmen erhört werden.

Dass niemand von Luft und Liebe lebt, weiß man auch bei Upjers. Doch an der Stelle wird abermals die Community aktiv: Das Bezahlmodell sieht ein “Premium”-Angebot vor, wie es bei so vielen gratis Online-Spielen zu finden ist. Das Spielen an sich ist kostenlos, doch man kann sich gegen reales Geld Coins kaufen, die Währung im Spiel. Nötig ist dies jedoch nicht unbedingt, denn man kann sich den virtuellen Zaster auch selbst erarbeiten. Es gibt zum Teil Items, die nur nach einer Bezahlung zur Verfügung stehen. Jedoch bieten sie keinen uneinholbaren Vorteil.

Keine bösen Überraschungen

Die Spiele sind allesamt weitestgehend für den Einspielermodus ausgelegt, es handelt sich also nicht um MMO-Spiele, bei denen man nur zu oft für das Nicht-Spielen bestraft wird und sich nach einer längeren Pause erst wieder zurecht finden muss. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Spieler komplett auf sich allein gestellt ist. Da es sich überwiegend um Wirtschaftssimulationen handelt, ist der Handel ein wichtiger Teil des Spiels, der mit menschlichen Genossen betrieben wird. Einen Hauch von “echtem” Multiplayer gibt es jedoch trotzdem: Spieler können sich verabreden und dann gemeinsam an einer Sache arbeiten, etwa an Weltwundern.

Was die Zukunft bringt

Die Zeit bleibt natürlich nicht stehen und so hat Upjers bereits einige neue Spiele in der Pipeline. Die Ankündigung der neuesten Wirtschaftssimulation hört auf den Namen Kapiworld und macht den amerikanischen Traum wahr: Vom “Tellerwäscher zum Billionär”. Daneben gibt es, zum Ausklang der FIFA WM quasi, eine Ankündigung zu 11Legends, einem Fußball-Manager, bei dem man nicht nur zum Zugucken verurteilt ist, sondern auch als Spieler selbst ins Geschehen eingreifen kann.

Was noch nicht in trockenen Tüchern ist, ist eine Überlegung in Richtung 1-on-1-Spiel, das im Gegensatz zum restlichen Angebot nur gemeinsam spielbar ist und mehr Wert auf Gruppenfunktionen legt.

Hingegen etwas greifbarer sind Planungen, wie man Spielern auf Mobiltelefonen wie dem iPhone erlauben möchte, seinen virtuellen Garten zu pflegen. Gesetzt ist zwar auch hier noch nichts, doch die Planungsphase läuft bereits.

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